Sandrasengebiete in Kreis Darmstadt-Dieburg

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Was macht der Sand in Darmstadt?

NSG Griesheimer DüneDie Sande wurden kurz nach der letzten Eiszeit (vor ca. 10 000 Jahren) aus den Rheinschottern ausgeweht und zu Dünenfeldern entlang der Bergstraße angehäuft.  Zu der Zeit wanderten die charakteristischen Steppenarten,  wie sie heute noch großflächig im russischen Raum zu finden sind, ein. Durch die besonderen Eigenschaften des Substrates Sand und den menschlichen Einfluss haben sich diese Reliktstandorte bis heute gehalten. Aufgrund dieser langen Geschichte finden sich in den Sandgebieten heute noch Tier- und Pflanzenarten, die sonst in Deutschland weitgehend ausgestorben sind und oberste Plätze in den Roten Listen der gefährdeten Arten einnehmen. Die Sandgebiete haben für den Erhalt einiger Arten sogar europäische Bedeutung.


Löswand im NSG August-Euler-Flugplatz

 

NSG Griesheimer Düne
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NSG August-Euler-Flugplatz
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Was tun wir für den Schutz der Sande?

Der Erhalt der biologischen Vielfalt erweist sich als eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben des modernen Naturschutzes. Gerade der Raum Darmstadt ist eine der artenreichsten Regionen Deutschlands, so dass wir die besondere Chance und Verantwortung haben, möglichst vielen Arten das Überleben zu sichern. Deshalb engagiert sich der NABU Kreisverband Darmstadt e.V. besonders für den Schutz der sehr artenreichen Sand-Ökosysteme durch extensive landwirtschaftliche Nutzung und Pflege.

Die Erhaltung und  Entwicklung dieser Biotope stellte lange Zeit ein fast unmögliches Unterfangen für Behörden, Biologen und Naturschützer dar. Erst der Vorstoß des NABU Kreisverbandes Darmstadt, einen Landschaftspflegehof zu gründen, der mit alten Haustierrassen die Pflege übernahm, konnte die Probleme weitestgehend lösen.   


Die Schafe sind die Hauptakteure im Dünenschutz, da sie den Sommer über fast ganz  für die Beweidung der Sandrasen und für die Grundpflege der  Gebiete eingesetzt werden. Durch die Schafherde die jährlich mehr als 90 km zurücklegt, werden die Sandgebiete vernetzt. Ein Austausch z.B. von Samen gefährdeter Arten wird dadurch wieder möglich.

 

 

         

 

 

 
NSG Kalksand-Kiefernwald
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Neupflanzung von standorttypischen Kiefern
(Pinus sylvestris)                                                                    
Junge Kiefer

Zu dem einzigartigen Landschaftsbild der Griesheimer Düne zählt auch
die knorrig-buschige Form der Kiefern. Weil Kaninchen die Jungpflanzen
stark verbeißen, können sich diese Kiefern nicht mehr natürlich vermehren.
Der NABU Kreisverband Darmstadt hat, mit maßgeblicher Unterstützung
der Stiftung "Hessischer Naturschutz", vom Landschaftspflegehof Stürz
Kiefernzapfen ernten, von der Samendarre Wolfgang bearbeiten und von der
Forstbaumschule Setzlinge ziehen lassen. Der Landschaftspflegehof pflanzte
und betreut die Jungpflanzen.
Die Ernte und Aufbereitung von Kiefernsamen war in Griesheim einmal ein
bedeutender Wirtschaftszweig.

Alte Kiefer       
                                                                                 Stiftung Hessischer Naturschutz

 

 

 

 

 

Stiftung Hessischer
Naturschutz
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Wie kann ich mich engagieren?

Vom missachteten Ödland zum Publikumsliebling der Bevölkerung!

Inzwischen bekommen die Sande endlich die Aufmerksamkeit die sie verdienen. Dennoch brauchen wir Ihre Unterstützung für die Weiterentwicklung der Sandrasengebiete.

  • kaufen Sie Produkte die im Rahmen des Dünenschutzes erzeugt werden
  • helfen Sie mit bei den Pflegeeinsätzen in den Sandgebieten
  • erwerben Sie Anteile an der Landschaftspflegeherde oder spenden Sie zweckgebunden für die Pflege und Erhaltung der Sandgebiete
  • informieren Sie Freunde und Bekannte über die Sande

Reden Sie mit! Engagieren Sie sich in der Arbeitsgruppe "Sandgebiete" des NABU Kreisverbandes.

 

NSG Ulvenberg
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Aktiv werden im NABU
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Projektvorhaben "Ried und Sand"

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg führt in fachlicher Kooperation mit der TU-Darmstadt ein Erprobungs- und
Entwicklungsvorhaben ("Ried und Sand") in der nördlichen Oberrheinebene durch. Ziel ist die Vernetzung der
Hessischen Rheinrandflusslachen (auch als Altneckarlachen bezeichnet) sowie der Sandrasenflächen im Westkreis unter-
und miteinander. 
Unterstützt wird das Projekt durch die Kommunen Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Griesheim, Pfungstadt, Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt sowie die Stadt Darmstadt. Eingebunden sind weiterhin das Regierungspräsidium Darmstadt sowie mehrere Naturschutzverbände. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesamt für Naturschutz in Bonn.
Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes erfolgt durch die TU Darmstadt, FB Biologie, Institut für Botanik.

Die Maßnahme ist befristet vom 1. Juni 2004 bis Ende März 2008.       
 

 
 

Rinder beweiden E+E-Fläche bei Bickenbach

Bei einer sonntäglichen Exkursion informierte der Leiter der UNB des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Dr. Wolfgang Heimer, NABU Mitglieder und Vogelschutzbeauftragte über die Renaturierung des Landbaches. Der Landkreis hat hier etliche Hektar ehemaliger Ackerflächen aus Privatbesitz erworben, um sie wieder in ein natürliches Feuchtgebiet zurück zu verwandeln. Der NABU Kreisverband hat sich an den Kosten für die Errichtung von Flachwasserbereichen beteiligt. Die Renaturierung des Landbaches wird aus Mitteln des Bachverbandes finanziert. Die Beweidungs- und Pflegemaßnahmen werden vom Landschaftspflegehof Reiner Stürz vorgenommen.

                              
                        Odenwälder Höhenrinder als Landschaftspfleger                                                               Renaturierung des Landbaches

                                    
                                         Natur- und Vogelschützer informieren sich bei einer sonntäglichen Exkursion zum E+E Projekt Ried & Sand

        Landbach Renaturierung                    Landbach Renaturierung
                                                             So zeigt sich im Januar 2008 der Landbach nach der Renaturierung

Weitere Informationen, sowie ein Faltblatt zum E+E-Projekt gibt es beim NABU Kreisverband Darmstadt.

 

 

 

 

 

 

Ried + Sand
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Ried + Sand
Projektbeteiligte
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Projektbeschreibung
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Zum Tag der Umwelt 2003 stellten der NABU Kreisverband und die Stadt Griesheim ihre Broschüre "Griesheimer Sand" vor. Die Broschüre enthält wichtige Tipps und Informationen über das Gebiet "Griesheimer Sand" und soll mit zur Erhaltung und zum Schutz dieses bedrohten Lebensraumes, sowie für Verständnis und Akzeptanz in der Bevölkerung beitragen.

Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro bei der Stadt Griesheim oder beim NABU Kreisverband Darmstadt zu erhalten. 

Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, weitere Informationen hierzu wünschen, oder das Projekt unterstützen wollen, rufen Sie uns an (06154/ 5 30 93) oder senden uns eine e-Mail. 

 

 

Termine

Kontakt

   
                  Literatur: Ecoline, A. Zehm:  NABU Broschüre, "Management von Sandrasen"  
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